Das Minimum

Kleiner Aufräumguide

                                                                     

  1. Ausmisten
  2. Ordnen
  3. Ordnung halten

 

Einleitung

Als ich vor 10 Jahren anfing auszumisten, wusste ich noch nicht, dass ich mir einen langen, schweren Weg mit Rückschlägen hätte ersparen können, wenn ich damals gewusst hätte, was ich heute weiß.

Immer, wenn ich Zeit hatte, nahm ich mir eine kleine Ecke vor und fing an, sie zu sortieren. Wegwerfen viel mir schwer, weil diese Dinge ja alle mal einen Grund hatten, warum sie zu mir gefunden haben. Nach und nach entdeckte ich, dass es Dinge gab, die mir besonders am Herzen lagen und Dinge, die ich nur hatte, weil sie eben da waren.

Im Laufe der Jahre beschäftigte ich mich immer mehr mit dem Thema Ausmisten, Ordnen und den aufgeräumten Zustand zu halten. Jedes dieser Themen brauchte dabei besondere Aufmerksamkeit.

Ich wünsche dir bei der Lektüre dieses Booklets viel Freude und gute Anregungen!

 

Ausmisten

Das ist nicht so einfach, wie es sich anhört. Was ist denn der „Mist“ mit dem ich mich umgebe? Ist es überhaupt „Mist“? Wenn ich mich von ihm trenne, wo geht er hin? Hat er noch einen Sinn?

Ich musste mich also zuerst mit den Themen beschäftigen, was soll mein Heim verlassen und danach damit, wo es hin soll.

Dabei kam ich auf 3 wesentliche Entsorgungsmöglichkeiten:

  1. Verschenken (caritativ, an Freund und Familie, über Kleinanzeigen, an die Nachbarschaft)
  2. Verkaufen (online, auf Trödelmärkten, Kleinanzeigen, nachbarschaftliche Netzwerke etc.)
  3. Entsorgen (Müll, Recycling, Sperrmüll etc.).

Diesem Thema widme ich besondere Aufmerksamkeit, weil es wichtig ist, sich mit dem Konsum, seinen Gründen und den Folgen auseinanderzusetzen. Nur dann kann man nachhaltig an seiner eigenen Ordnung arbeiten.

Ausmisten beginnt im Kopf. Ich muss wissen, warum ich das mache. Welche Motivation steht dahinter. Will ich mich kleiner setzen und muss mich von vielen Dingen trennen, weil sie in die neue Wohnung nicht mehr passen?

Oder fehlt mir der Stauraum und ich kann keinen weiteren Stauraum stellen?

Oder ist mir das alles zu viel und ich spüre, dass es mich einengt, erdrückt und meine Kreativität behindert?

Wenn du dir über die Motivation im Klaren bist, fällt es dir schon leichter, das Wegtun zuzulassen.

Beginne mit einer leicht zu lösenden Aufgabe, z.B. einer Schublade an einem Tag. Entleere den Inhalt einmal komplett. Säubere die Schublade und räume dann alle Dinge ein, die dir nützen, die dir gefallen und die intakt sind.

Die übrigen Dinge prüfst du darauf, ob sie wegkönnen.

Kaputte Dinge kannst du reparieren, wenn du sie noch brauchen kannst. Wenn nicht entsorge sie.

Dinge, die du nicht mehr brauchst, kannst du verschenken oder verkaufen.

Wenn das Ausmisten der Schublade erfolgreich war, belohne dich mit etwas Schönem (Spaziergang, Anruf einer Freundin, ein kleines Stück Schokolade, ein Film).

Wenn du das nächste Mal Zeit hast suche dir eine neue Aufgabe (Schrank, Kühlschrank, Büffet, Regal, Küche, Keller, Ordner).

Wenn du größere Möbel ausmistest, kannst du dir mit 3 großen Säcken oder Kartons behelfen. In einen kommt alles, was in den Müll kann, in den zweiten, alles, was du verschenken möchtest und in den dritten, alles was du verkaufen möchtest.

Erst wenn diese Behältnisse geleert sind, widmest du dich einer neuen Aufgabe.

Wichtig ist, dass die Wohnung nie unordentlicher ist, als vorher.

Wegwerfen:

  1. kleine Dinge kommen in den Restmüll, außer Batterien und Sondermüll, die musst du separat entsorgen. Schau auf der Homepage deines Müllentsorgers in der Stadt, hier bekommst du alle Informationen, die du brauchst.
  2. Große Dinge, die nicht in die Restmülltonne passen (außer Kleidung, Flaschen, Verpackungsmaterial und Papier) kommen auf den Sperrmüll. Auch hier schaust du auf der Homepage deiner Stadt.

Verschenken:

  1. prüfe, ob Freunde oder Familie deine aussortierten, intakten Dinge noch gebrauchen können
  2. Ansonsten gibt es caritative Läden der Diakonie, Caritas etc. die zum Beispiel Haushaltsgegenstände, Kleidung oder auch Möbel gebrauchen können. Mach Fotos und frag nach oder lass bei größeren Mengen jemanden kommen.
  3. Es gibt Entsorgungsfirmen, die sich auf größere Entsorgungen zum Beispiel bei Haushaltsauflösungen von ganzen Wohnungen spezialisiert haben, und diese evtl. auch kostenlos mitnehmen
  4. Kleinanzeigen und andere Plattformen bieten auch die Möglichkeit, Dinge zum Verschenken anzubieten. Ihr glaubt nicht, was alles gebraucht wird. Es ist erstaunlich.

Verkaufen:

Viele Plattformen bieten sich an, deine Sachen zu verkaufen, von Kleinanzeigen über Vinted, Etsy und sogar Amazon. Mit Ebay habe ich persönlich schlechte Erfahrungen gemacht. Aber auch das ist möglich. Wenn ihr unsicher seid, wie das funktioniert, fragt die KI z.B. von Ecosia oder chatGPT

Ordnen

Das zweite Thema ist ebenso wichtig, wie das erste. Wenn ich nachhaltig Ordnung halten möchte, muss ich für mich ein individuelles Ordnungssystem finden, das es mir leicht macht, es auch konsequent durchzuhalten. Dabei gibt es ein paar Grundsätze, die als Basis dienen, wie z.B., dass gleichartige Dinge zusammen aufbewahrt werden sollten, oder dass ein neu angeschafftes Teil ein altes ersetzt.

Aber es gibt auch individuelle Angewohnheiten. Der eine hängt Kleidung lieber auf, der andere faltet T-Shirts lieber ganz klein. Der eine stapelt Schüsseln nach Farben, der andere gibt jedem Ding seine eigene Aufmerksamkeit. Ordnen soll schließlich Freude bereiten. Nur so hält sie lange an.

Findet euer eigenes Ordnungssystem oder greift auf Ratgeber wie die von Marie Kondo oder anderen Ordnungscoaches zurück oder fragt die KI!

Und damit kommen wir zum 3. Thema:

Ordnung halten

Ordnung halten ist das Schwierigste von allen 3 Schritten.

Über viele Jahre fest eingefahrene Verhaltensweisen lassen sich nicht von jetzt auf gleich ändern.

Wenn du spürst, dass sich wieder mehr Dinge anhäufen, als die Wohnung verlassen, starte wieder mit dem Ausmisten. Irgendwann wirst du spüren, was gut für dich ist. Dann machst du es vielleicht so wie ich:

 

„Ein neues Teil rein, ein altes Teil raus!“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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